Befragung von Metallhandwerks-Unternehmen: Smartphones am Arbeitsplatz

Befragung von Metallhandwerks-Unternehmen: Smartphones am Arbeitsplatz

Für die interne Kommunikation nutzen Betriebe im Metallhandwerk bisher kaum digitale Medien im betrieblichen Alltag. Von einem strategischen Einsatz von Instant Messengern oder Webkonferenztools ist man weit entfernt. Das ergab die Auswertung von leitfadengestützten Interviews, die im Juni 2016 für das Projekt „Fit-DiM – Fit for Digital Media“ mit Geschäftsführern und Geschäftsführerinnen aus dem Metallhandwerk durchgeführt wurden.

Wenn (betriebseigene) Smartphones oder Tablets eingesetzt werden, dann um Emails und Fotos zu versenden – vor allem im Außendienst. So werden beispielsweise Bilder, Filme und kleine Präsentationen dem Kunden auf dem Tablet gezeigt oder es werden Konstruktionszeichnungen und Pläne auf der Baustelle über das Notebook abgerufen. Eher selten sind in diese Kommunikation mit digitalen Medien die Auszubildenden des Betriebs involviert. Wobei es schon mal vorkommt, dass im Krankheitsfall oder bei dringenden Fragestellungen Nachrichten über WhatsApp ausgetauscht werden. Die Auszubildenden untereinander sind hingegen meist sehr gut vernetzt.

Die Gesprächspartner sehen klare Vorteile bei der Nutzung von digitalen Kommunikationsmedien im Betrieb, wenn es um Zeiteffizienz, Vereinfachung der Arbeitsprozesse und Vergrößerung der Reichweite für firmenspezifisches Marketing geht. Nachteilig wurde das Ablenkungspotenzial angemerkt und die störende private Nutzung durch die Beschäftigten und Auszubildenden. Es hat sich weiterhin gezeigt, dass zur Erstellung von Einsatzkonzepten und -regelungen die Qualifikation der Führungskräfte ein wichtiger Ankerpunkt ist.

„Fit-DiM“ wird daher im weiteren Verlauf Schulungsmaßnahmen für Verantwortliche anbieten, die sie in die Lage versetzen, individuelle strategische Lösungen für ihr Unternehmen zu finden, die über ein striktes, unzeitgemäßes Handyverbot hinausgehen. Sie lernen beispielsweise, ob WhatsApp eine sichere Wahl für die Betriebskommunikation darstellt und welche Tools von den Beschäftigten und Auszubildenden angenommen werden, die gleichzeitig auch Schutz für die firmeneigenen Daten bieten.

Die Leitfaden-Gespräche im Vorfeld der Schulungen wurden vom mmb Institut mit Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern aus bisher 9 unterschiedlichen Unternehmen geführt. Sie waren zwischen 54 und 60 Jahre alt und führten Unternehmen von 7 bis 170 Beschäftigten. Ausgebildet wurden zwischen 1-20 Auszubildende. Die Gesprächspartner kamen aus fünf unterschiedlichen Bundesländern.